Mauritiushaus Niederndodeleben

Rosenaktion zum Int. Frauentag

Am 8. März 2019 verteilte das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) anlässlich des Internationalen Frauentags landesweit in Verwaltungen und auf öffentlichen Plätzen Fairtrade-Rosen, um Frauenrechte zu stärken und auf die Bedingungen der globalen Blumenproduktion aufmerksam zu machen. In sieben Städten in Sachsen-Anhalt fanden Aktionen mit unterschiedlichen PartnerInnen statt.

In Wernigerode wurden die Blumen in der Stadtverwaltung der Fairtrade-Town verteilt. Beteiligte an der Aktion waren die Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe, das Netzwerk Harz-Global und die Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt.

In Quedlinburg, Aschersleben und Staßfurt wurden die Rosen von den Gleichstellungsbeauftragten der Städte in Kooperation mit der Eine Welt-Regionalpromotorin Cornelia Kopf vom Dachverein Reichenstraße e.V. verteilt. Darüber hinaus gab es nach einer Bildungsveranstaltung zum Thema „Fairer Handel und Frauenrechte“ einen Informationsstand der SchülerInnen der Berufsbildenden Schule Quedlinburg auf dem Markt der UNESCO-Welterbestadt.

In Sangerhausen beteiligten sich Nangadef e.V. und der Eine Welt-Regionalpromotor für die Kreise Mansfeld-Südharz und Burgenlandkreis Andreas Sonntag an der Aktion. Ziel der Rosenaktion waren hier die Angestellten der Stadtverwaltung.

In Dessau-Roßlau wurden die fair gehandelten Blumen ebenfalls in der Stadtverwaltung verteilt. Dabei kooperierten der Eine Welt e.V. Dessau, die Stadtratsfraktion der Partei DIE LINKE und der Eine Welt-Fachpromotor für Wirtschaft und Entwicklung / CSR Philipp Freisleben.

In Magdeburg bekamen zum einen Passantinnen auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs faire Rosen überreicht und zum anderen wurden die Blumen im Rahmen der interkulturellen Frauentagsfeier im einewelt haus Magdeburg verteilt. KooperationspartnerInnen in der Landeshauptstadt waren die Eine Welt-Regionalpromotorin für Globales Lernen / Weltmobil Lisa Zander, der Eine Welt-Regionalpromotor vom Mauritiushaus Niederndodeleben e.V. Matthias Bilz und die Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe Magdeburg.

Hintergrund

Die deutsche Blumenproduktion kann die heimische Nachfrage nicht befriedigen. Gut 80 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen müssen importiert werden. Ein Großteil stammt von Blumenfarmen des globalen Südens, z.B. in Kenia, Äthiopien, Tansania oder Ecuador. Tausende Angestellte sind dort mit der Aufzucht, der Ernte, dem Zuschneiden und Verpacken der Schnittblumen beschäftigt. Etwas mehr als die Hälfte der ArbeiterInnen sind Frauen. Viele von ihnen sind alleinerziehend und haben keine Alternative zur schlecht bezahlten Arbeit auf den Blumenfarmen. Eine Möglichkeit, diese Frauen zu unterstützen, ist, beim Kauf auf das Fairtrade-Siegel zu achten. So setzen sich VerbraucherInnen ganz konkret für Frauenrechte, Arbeitsschutz und existenzsichernde Löhne in den Anbauländern ein.


Radiobeitrag der Kirchenredaktion von radio SAW am 08. März 2019:

https://audiodienst.de/mediathek/radio-saw/2019/03/08/eine-welt-netzwerk-sachsen-anhalt-wirbt-in-sieben-staedten-fuer-faire-blumen-zum-weltfrauentag/10870